Neues aus unserer Praxis
Hier halten wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten aus unserer Praxis auf dem Laufenden – von neuen Behandlungsmöglichkeiten bis zu praktischen Tipps für Ihre Zahngesundheit.
Schauen Sie gern regelmäßig vorbei oder fragen Sie uns einfach bei Ihrem nächsten Termin danach.
Häufig gestellte Fragen
Aktuelles
Ein Zahnunfall kann von einem einfachen Riss im Zahnschmelz bis hin zu komplett ausgeschlagenen Zähnen mit Kieferbrüchen reichen. Oft lässt sich der Zahn dennoch retten – vorausgesetzt, es wird schnell richtig gehandelt. Was Betroffene und Begleitpersonen dabei wissen sollten, fassen die folgenden zehn Regeln zusammen:

Erste-Hilfe-Plan: Jede Minute zählt
1. Bewahren Sie Ruhe, beruhigen Sie das verletzte Kind und werfen Sie durch vorsichtiges Anheben der Lippe einen Blick in den Mund.
2. Da die Wunde stark bluten kann, üben Sie mit einem Stofftaschentuch oder sterilem Verbandsmaterial Druck auf die blutende Stelle aus und kühlen Sie von außen.
3. Wackeln lockere Zähne, sollten Sie daran nicht weiter rütteln, sondern sie unberührt lassen.
4. Suchen Sie nach ausgeschlagenen Zähnen oder Zahnteilen. Fassen Sie dabei nur die Zahnkrone an, niemals die Wurzel – und reinigen Sie den Zahn auch bei Verschmutzung nicht.
5. Halten Sie den Zahn beim Transport feucht – am besten in einer Zahnrettungsbox, die in Apotheken erhältlich ist. Auch in manchen Schulen, Kindergärten, Sportvereinen und Schwimmbädern liegen solche Boxen bereit.
6. Gelangt der Zahn spätestens nach 20 Minuten in das spezielle Nährmedium, überleben die empfindlichen Zellen der Wurzelhaut bis zu 48 Stunden.
7. Ohne Rettungsbox eignet sich ersatzweise kalte H-Milch, alternativ auch Frischhaltefolie, Speichel in einem Gefäß oder isotone Kochsalzlösung – allerdings sinken damit die mögliche Lagerungsdauer und die Heilungschancen.
8. Legen Sie den Zahn keinesfalls in Wasser, ein feuchtes Taschentuch oder in den Mund, und transportieren Sie ihn nicht trocken.
9. Suchen Sie umgehend eine Zahnklinik oder Zahnarztpraxis auf.
10. Der Zahnarzt untersucht die Zähne im Detail, versorgt sie entsprechend und dokumentiert alle Befunde in der Patientenakte – wichtig für mögliche Versicherungsansprüche etwa bei Schul- oder Arbeitsunfällen sowie für spätere Behandlungen im Fall von Spätfolgen.
Für Erstversorger steht bundesweit die kostenpflichtige Zahnunfall-Notrufnummer (1805) 012800 zur Verfügung. Weiterführende Informationen zur Zahnrettung finden Sie unter www.zahnrettungskonzept.info; auf zahnunfall24.de sehen Sie, wo neben Apotheken weitere Zahnrettungsboxen bereitstehen.
Zahlen und Fakten rund um den Zahnunfall
• Etwa 50 Prozent aller Kinder und Jugendlichen erleben bis zu ihrem 16. Geburtstag mindestens einen Zahnunfall [1].
• Besonders betroffen sind Milchzähne im Kindergartenalter sowie Zähne von Kindern zwischen neun und 16 Jahren [1].
• Jungen sind dreimal so oft betroffen wie Mädchen [2].
• In 70 Prozent der Fälle betrifft die Verletzung die oberen mittleren Schneidezähne [3].
• 30 Prozent der Verletzungen entfallen auf das Milchgebiss, 20 Prozent auf die bleibenden Zähne [2].
• Rund zwei Drittel der Unfälle ereignen sich zu Hause, auf dem Spielplatz oder beim Sport [1].
• Ein Mundschutz senkt das Verletzungsrisiko bei sportbedingten Zahnunfällen um 60 Prozent [4].
• Am höchsten sind die Rettungschancen, wenn der Zahn innerhalb der ersten fünf Minuten in eine Zahnrettungsbox gelegt wird [5].
• Die volkswirtschaftlichen Folgekosten in Mitteleuropa liegen bei rund fünf Millionen Euro jährlich pro Million Einwohner [5].
• Geht ein Frontzahn schon in jungen Jahren verloren, entstehen individuell Folgekosten von rund 10.000 bis 20.000 Euro über das gesamte Leben [5].
Quellen:
1. Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
2. Bayerische Landeszahnärztekammer
3. Bundeszahnärztekammer
4. Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V.
5. zahnunfall.de/Dr. Yango Pohl
Quelle www.dzw.de
